Wenn die Industrie sich über Formate streitet dann hat der kluge Konsument nur eines zu tun: NICHTS. Der Formatkrieg ist nach einigen Jahren ausgestanden und dann fallen die Preise und man hat zumindest bis zur nächsten Generation wieder Ruhe. Nachdem nun das Konsortium Mediabroadcast MobileTV aka DVB-H (fast) in der Tasche hat, steigt die Telekom nicht dort ein, sondern setzt auf den großen Bruder DVB-T, der ja bereits flächendeckend in Österreich verfügbar ist:
Nach den anhaltenden Streitigkeiten um die neue
Handy-TV-Technologie DVB-H will Marktführer Mobilkom Austria jetzt
auf Alternativen setzen. Als erstes Unternehmen weltweit werde die
Telekom-Austria-Tochter im Mai eine Mobilfunk-Datenkarte mit einer
integrierten herkömmlichen digitalen Fernseh-Antenne (DVB-T) auf den
Markt bringen, kündigte Marketing-Vorstand Hannes Ametsreiter am
Donnerstag in einer Pressekonferenz an.
Mit der Karte kann man dann das Notebook nicht nur zum mobilen
Internet-Surfen sondern auch als Fernseher verwenden. Wie am normalen
Fernseher sind über DVB-T dann am Notebook sechs Programme - "ORF1",
"ORF2", "ATV", "Puls4", "ORF Sport Plus" und "3sat" (samt Teletext) -
gratis empfangbar und damit auch die 31 EM-Spiele. "Wir haben
versprochen, dass wir zur Europmeisterschaft mobiles Fernsehen
anbieten werden. Das tun wir damit", sagte Ametsreiter. Er hofft bis
zur Euro auf einige Tausend verkaufte Datenkarten mit TV-Antenne. (APA)
Obwohl "Drei" bei Mediabroadcast und damit DVB-H mit an Board ist, wirbt der Mobilfunkprovider derzeit massiv für die eigene mobile TV-Lösung, die auf Streams via UMTS beruht. Also einfach zurücklehnen, die Fußballspiele der EURO am Fernseher zu Hause oder im Public Viewing genießen - nach der EURO ist der Hype um mobileTV sicher wieder vorbei ...